Nachtruhe mit Katzenkindern

Es ist schon spät, wir geh'n jetzt "ratzen",
und mit uns unsre Miezekatzen.
Schön zugedeckt, in einem Raum,
wir schlummern ein, es naht ein Traum.

...So stellt man sich das immer vor,
legt man des Abends sich aufs Ohr.
Doch Dosi ist grad eingeschlafen,
da stehn sie auf, die "süßen, braven".

Schlag 12 geht's los, zur Geisterstunde,
KATZENPARTY macht die Runde.
Jagdspielchen auf Parkett aus Holz
"Das dröhnt so schön!" miaut er stolz.

Ne wilde Jagd durchs ganze Haus,
fürs Träumen sieht's da düster aus.
Ich würd' so gerne weiterpennen,
doch unsre Katzen wollen rennen.

Hui - übers Bett geht da die Hatz,
Voll auf den Bauch mit einem Satz.
Noch ist der Kater leicht und klein
...lass den erst mal erwachsen sein.

Wir liegen wach, Stunden vergehn,
schon ist es Zeit, um aufzustehn.
Todmüde in die Küche hinken,
Wollen nur noch eines: Kaffee trinken.

Bad - anziehen - fertig - müssen gehn,
will kurz noch nach den Miezen sehn.
Jetzt sieht man sie, die "süßen, braven"
auf unserm Bett ganz friedlich schlafen...

Schöpfung und Katzen

Am ersten Schöpfungstag erschuf Gott die Katze.
Am zweiten Tag erschuf Gott den Menschen, um der Katze zu dienen.
Am dritten Tag erschuf Gott all die Tiere der Erde, um als
potentielles Futter für die Katze zu dienen.
Am vierten Tag erschuf Gott die ehrliche Arbeit, damit der Mensch
sich für das Wohl der Katze mühen konnte.
Am fünften Tag erschuf Gott den Glitzerball, damit die Katze
damit spielen oder es sein lassen konnte.
Am sechsten Tag erschuf Gott die Tiermedizin, um die Katze gesund
und den Menschen pleite zu erhalten.
Am siebenten Tag versuchte Gott zu ruhen, aber er mußte das
Katzenklo saubermachen.

Zitat:
"Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen,
würde man damit den Menschen verbessern,
aber die Katze verschlechtern. "

(Mark Twain)

Zitat:
Für blinde Seelen
sind alle Katzen ähnlich.

Für Katzenliebhaber ist jede Katze,
von Anbeginn an,
absolut einzigartig.

Zitat:
"Alle beide, Katze und Hund
sind reich an Tugenden und Talenten,
doch der Hund hat ein Talent Zuviel:
Er lässt sich dressieren.
Und er hat eine Tugend zu wenig:
Er ist ein Tier ohne Geheimnisse."

(Erich Kästner)

Katzen kann man alles sagen...

Auf der Treppe saß ein Mädchen,
ein graues Kätzchen auf dem Schoß.
»Dreimal drei ist zwölfundzwanzig«,
flüsterte es ihm ins Ohr.
»Aber ja nicht weitersagen! «
Ernst sah es das Kätzchen an.
Keine Sorge! dacht ich,
als ich's im Vorübergeh‘n vernahm.
Katzen kann man alles sagen.
Was man auch zu ihnen spricht,
sie verraten kein Geheimnis.
Katzen machen so was nicht!

(Josef Guggenmos)

Aus dem Leben eines Morgenmuffel-Dosis

Ich wache auf, so kurz vor acht;
sprich: praktisch mitten in der Nacht.
Steig' aus dem Bett, bin recht verdrossen,
die Augen sind noch halb geschlossen.

"In die Küche", so mein Streben,
mit Frühstück lässt sich's leichter leben.
Ein Tässchen Kaffee, Milch, ein Brot,
das rückt die Welt wieder ins Lot.

Gedacht, getan, doch welch ein Graus-
die Wirklichkeit sieht anders aus:
ich beiss so in mein Brötchen 'rein
und, wie könnt's auch anders sein:

Auf dem Belag, oh wunderbar,
liegt obendrauf ein Katzenhaar.
Schlaftrunken noch, mit NULL Geschick,
hat man für so was keinen Blick.

Eh' man's versieht hat man's erlebt:
das Haar fest auf der Zunge klebt.
Ich taste also mit den Fingern,
in meinem Mund nach diesen Dingern.

Ich fisch', ich angle' ewig lang,
das Haar klebt fest, mir wird schon bang.
Das Haar ist immer noch zu fühlen,
mit Wasser will ich's runterspülen.

Ich trinke und, oh welch ein Wandel,
das Haar hängt an der rechten Mandel.
Es würgt, es kitzelt, zum Verdrießen,
Tränen mir ins Auge schießen.

Ich sitze da und seufze leise,
da geht es wieder auf die Reise:
Grad' war es noch auf meiner Zunge,
schwups - jetzt ist es in der Lunge.

Ich huste, röchle, pruste laut,
der Morgen, ja, der ist versaut...
Doch plötzlich, als ich tiefer schnauf',
kommt auch das Härchen wieder 'rauf...

... und legt sich, als sei nichts passiert,
am Gaumen fest - bin irritiert -
ich geb' schon auf, ohjeminee,
da kommt die rettende Idee:

Noch einmal fest ins Brötchen beißen,
das wird's schon mit hinunter reißen.
Gesagt, getan, und welch ein Hohn,
's ist weg, nach EINEM Bissen schon!

Jetzt kann ich an dem Schreibtisch sitzen,
zufrieden meinen Bleistift spitzen.
Schräg von hinten schleicht zu mir,
mein heißgeliebtes Katzentier.

Sie schmiegt sich an und schnurrt ganz toll,
daß ich sie bitte streicheln soll.
Nach Knuddeln steht ihr jetzt der Sinn,
sie dreht mir keck ihr Bäuchlein hin.

Kann es denn etwas Schöneres geben,
als mit so einem Tier zu leben?
Ich lächle froh und spür' ganz klar:
im Mund ein NEUES Katzenhaar ...

Zitat:

Hunde kommen, wenn sie gerufen werden,
Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück.

(Mary Bly)